Durchführung von Homöopathie

Das Prinzip der homöopathischen Wirkung besteht in der Verdünnung und Potenzierung des Heilmittels.
Als Trägersubstanz des homöopathischen Heilmittels dient in der Regel eine Milch-Zucker-Zubereitung.

Manche Potenzierungen existieren aber auch in einer alkoholischen Lösung. Diese können leichter "verkleppert" werden. Verkleppern beschreibt das Auflösen des Wirkstoffes in Wasser.
Homöopathische Medizin ist nicht, wie oft fälschlich vermutet "das Weglassen von Medikamenten" oder "tatenloses Aussitzen von Krankheiten".
Hahnemann beschrieb sehr genau seine Beobachtungen, dass ein Stoff, der spezielle Symptome erzeugen kann, dieselben Symptome einer Krankheit bekämpft.

Da der reine Wirkstoff selbst eine krankmachende Wirkung entfaltet (z.B. aus der Tollkirsche), muss er verdünnt werden. Da z.B. Tollkirschen bei Menschen Fieber und Hautrötung verursachen, ist das homöopathische Heilmittel aus der Tollkirsche in der Lage, akutes Fieber zu behandeln. Die Verdünnung und Potenzierung homöopathischer Medikamente stellt den wichtigsten Unterschied zur sonstigen medikamentösen Behandlung dar. Unverdünnte Medikamente haben regelmäßig schädigende Nebenwirkungen (z.B. Nierenschädigungen durch Kopfschmerzmittel oder Magenbluten durch Acetylsalicylsäure).

Die Verdünnung und Potenzierung ist der Hauptgrund für die weitgehende Freiheit von Nebenwirkungen in der Homöopathie.

Bei der Behandlung chronischer Krankheiten kann es zu einer vorübergehenden Erstverschlechterung des Symptomenbildes kommen. Dies zeigt, dass das Erkrankungsbild und das Bild des homöopathischen Mittels übereinstimmen. Dadurch wird es zu einem guten Heilerfolg kommen. Die Erstverschlechterung ist vorübergehend, und kann einige Stunden, selten einige Tagen dauern.
Ist ein Mensch durch viele verschiedene Erkrankungen belastet, so wird bei einer zuverlässigen homöopathischen Heilung jedes einzelne Erkrankungsbild in der zeitlichen Reihenfolge seines Auftretens rückwärts wiedererscheinen (Heringsche Regel). Die Heilung dieser chronischen Erkrankung wird dann dauerhaft und nachhaltig sein.

Dennoch sind einige wichtige Aspekte zu beachten: Auf Grund der geringen Wirkstoffmengen können homöopathische Heilmittel durch andere stark wirksame Substanzen beeinflusst werden. Hierzu zählen vor allem alle ätherischen Öle, Kamillentee, Pfefferminztee und Kaffee. Während einer homöopathischen Behandlung sollte auf die Einnahme dieser Extrakte möglichst verzichtet werden. Dies muss auch bei der Zahnpasta bedacht werden, da diese meist stark pfefferminzhaltig ist.

Bei der gleichzeitigen Verordnung chemischer Substanzen (blutdrucksenkende Mittel, Antibiotika und vor allem Cortison) sollte vorher eine Rücksprache mit dem homöopathischen Arzt erfolgen.
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