Gründe für das therapeutische Reiten

Die Geschichte des Pferdes im Einsatz für die Bewegungstherapie hat historische Wurzeln. Das therapeutische Reiten schult neben der Körperwahrnehmung Konzentration und Ausdauer. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt.
Die Hauptgründe für das therapeutische Reiten umfassen im Wesentlichen drei Bereiche:
  • Motorisch
  • Sensorisch
  • Psychisch
Dies erklärt das breite Anwendungsspektrum der Reittherapie. Bei den motorischen Problemen kann es sich um schlaffe oder spastische Lähmungen handeln. Auch die Muskelsschwäche stellt eine Indikation dar, zum Beispiel die Haltungsschwäche und die Fehlhaltung der Wirbelsäule.
Bei den senso-motorischen Störungen handelt es sich in der Regel um Entwicklungsprobleme. Dadurch sind häufiger Kinder betroffen, die in ihrer allgemeinen Reifung verzögert sind. Sie haben spät oder noch gar nicht das Krabbeln erlernt, haben Schwierigkeiten beim Laufen, oder zeigen im Schulalter Koordinationsstörungen. Hierzu gehören auch die Links-Rechts- Integrationsstörungen, wie sie bei fast allen Lernschwächen bestehen (Lese-Rechtschreibschwäche und Konzentrationsstörungen).

Bei den psychischen Gründen für eine Reittherapie besteht auf Seiten des Klienten zumindest momentan eine Störung der Beziehungsfähigkeit. Dies findet sich bei allen Erkrankungen des austistischen Formenkreises und auch bei der Magersucht. Bei den Erwachsenen führt hier das Burnout-Syndrom.

Beim ADHS findet sich in der Regel eine Störung der Realitätswahrnehmung. Die unmittelbare Gegenwart der Pferde beeinflusst diese positiv.
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