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Die exakte Wahrnehmung der Erdanziehungskraft ist Voraussetzung für alle muskulären Bewegungsabläufe.
In der menschlichen Entwicklung ist die Erkennung von Schwerkraft die erste Sinnesleistung. Das Gleichgewichtsorgan ist bereits vor der Geburt voll ausgereift. Die körperliche Aktivität von der Mutter kann vom nichtgeborenen Kind bereits wahrgenommen werden. Nach der Geburt ist das Neugeborene auf seine eigene muskuläre Aktivität angewiesen. Diese ist noch sehr unausgereift, was sich jedoch in einem enorm hohen Tempo ändert. Zunächst reift auch hier die Wahrnehmung von "Oben und Unten". Im nächsten Schritt kann bei zunehmender Kopfkontrolle die Wahrnehmung von "Links-Rechts" ausreifen. Durch beginnende erste eigene Fortbewegungsmöglichkeiten kommt die Wahrnehmung von "Vorne-Hinten" dazu. Ein wichtiger Entwicklungsschritt in diesem Zusammenhang ist die sogennante Krabbelphase. Hierdurch wird die exakte Erkennung dreidimensionaler Zusammenhänge möglich. Bis zum freien und selbstständigen Laufen des Kleinkindes sind alle notwendigen Vorraussetzungen zur räumlichen Wahrnehmung der Umwelt geschaffen worden. Nur die exakte eigene räumliche Erkennung der Realität ermöglicht es den Kindern später, abstrakte Denkvorgänge vorzunehmen. Hier liegen oft schon die Vorraussetzungen für spätere Lernstörungen, vor allem bei den Rechenschwächen (Dyskalkulie). |
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