Hörverarbeitung

Die Bedeutung des regelrechten Hörens für die gesamte frühkindliche Entwicklung wurde lange Zeit unterschätzt.
Die Folgen des "Schielens", nämlich die Unterdrückung des schwächeren Sinnesorganes sind auch für die Ohren bekannt, sie fallen nur weniger auf. Das Gehör liefert uns Eindrücke über die Entfernung von Geräuschquellen und deren Bewegung. Ohne diese Information ist eine sichere Orientierung im Straßenverkehr nicht möglich.

Die zentrale Hörstörung stellt sich als ein qualitativer Hörmangel dar. Die viel bekanntere Schwerhörigkeit ist ein quantitativer Hörmangel (zu geringe Mengen an Höreindrücken). Die Auswirkungen aller Hörstörungen auf Entwicklung, Lernfähigkeiten und menschliches Verhalten sind bekannt.

Bei den Lernstörungen steht die Lese-Rechtschreibschwäche im Vordergrund.

Sprachliche Klänge werden von einem ausgereiften menschlichen Ohr in einer unglaublichen Feinheit und Genauigkeit untersucht. Nur dann kann die Umsetzung in Schriftsprache gemäß den Rechtschreibregeln erfolgen.

Durch die erhöhte optische Ablenkbarkeit geraten zentral Hörgestörte Kinder schnell in einen Überforderungstzustand. Hieraus entstehen Konzentrations- probleme oder unklare körperliche Beschwerden, wie z.B. Bauchweh.

Unsere Sprache überträgt sehr viel mehr als nur Information. Sie überträgt in einem hohen Maße Gefühle und Stimmungen. Dies ist notwendig für eine erfolgreiche Kommunikation.

Deswegen finden sich bei allen Hörproblemen auch Verhaltensauffälligkeiten. Hierzu gehören eine erhöhte Ängstlichkeit, erhöhte Aggression und vor allem das ADS / ADHS.
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